Warum ist der Dichtheitsnachweis Pflicht?
Undichte Abwasserleitungen sind eine Gefahr für Umwelt und Grundwasser. Deshalb fordert der Gesetzgeber (Wasserhaushaltsgesetz, Landeswassergesetze) den Nachweis der Dichtheit. Besonders bei Neubauabnahmen und in Wasserschutzgebieten ist ein zertifiziertes Prüfprotokoll unverzichtbar.
Die DIN EN 1610 ist der europäische Standard für die Verlegung und Prüfung von Abwasserleitungen. Als zertifizierter Fachbetrieb führen wir die Prüfung zerstörungsfrei durch und dokumentieren die Ergebnisse rechtssicher. Werden Undichtigkeiten festgestellt, bieten wir eine exakte Leckageortung an, um unnötige Aufgrabungen zu vermeiden.
Unsere Prüfverfahren im Überblick
Haltungsprüfung (Luft/Wasser)
Prüfung ganzer Haltungen (Leitungsabschnitte zwischen zwei Schächten). Wir nutzen vorzugsweise das schnelle und saubere Prüfmedium Luft (Überdruck) oder optional Wasser gemäß DIN EN 1610.
Schacht- & Behälterprüfung
Pegelmessung zur Dichtheitskontrolle von Kontrollschächten, Sammelgruben und Abwasserbehältern. Dokumentation des Wasserverlusts über eine definierte Prüfzeit.
Muffenprüfung & Leckageortung
Gezielte Prüfung einzelner Rohrverbindungen (Muffen). Bei Druckverlust orten wir die Schadstelle millimetergenau, um Sanierungsmaßnahmen punktuell planen zu können.
Prüfstandards & Verfahrenstechnik
Prüfmedium (DIN EN 1610)
Wahlweise Prüfung mit Luft (Verfahren L) oder Wasser (Verfahren W) je nach örtlichen Gegebenheiten.
Einsatzgebiete
Neubauabnahme von Kanälen, Bestandsprüfungen (Wasserschutzgebiete), Sanierungskontrolle.
Prüfobjekte
Freispiegelleitungen, Hausanschlusskanäle, Schächte & Abscheideranlagen, Kleinkläranlagen.
Messtechnik
Einsatz kalibrierter Druckprüfsonden und digitaler Datenlogger für manipulationssichere Ergebnisse.
Dokumentation
Erstellung eines grafischen Prüfprotokolls (Druckverlaufskurve) als behördlich anerkannter Nachweis.
So läuft die normgerechte Dichtheitsprüfung ab
Unsere Zertifizierungen & Partner
Die JL Environment Protection GmbH ist ein staatlich zertifizierter Fachbetrieb gemäß Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und spezialisiert auf den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen in der Schwerindustrie.
Das Leistungsportfolio umfasst die grabenlose Rohrsanierung (Inliner/Kurzliner), industrielle Dichtheitsprüfungen sowie die Generalinspektion von Abscheideranlagen nach DIN 1999‒100. Mit Sitz im Ruhrgebiet bedient das Unternehmen Kunden der Petrochemie und Fertigungsindustrie im gesamten Ballungsraum Rhein‒Ruhr.
Partner der Industrie im Ruhrgebiet
Sicherheit, auf die Konzerne vertrauen.
Unsere Teams sind mit den Sicherheitsunterweisungen und Zutrittsanforderungen (Gate-Checks) großer Industriestandorte vertraut.
"In sensiblen Bereichen wie Tanklagern gibt es keinen Raum für Fehler. Die JL Environment Protection GmbH garantiert uns WHG-konforme Arbeitsweisen und absolute Termintreue bei Revisionsarbeiten."
Häufige Fragen
Eine Prüfung ist zwingend erforderlich bei der Neubauabnahme von Abwasserleitungen, nach wesentlichen Änderungen oder Sanierungen sowie in regelmäßigen Abständen in Wasserschutzgebieten (gemäß Eigenkontrollverordnung).
Wir empfehlen in der Regel die Prüfung mit Luft (Verfahren L). Sie ist schneller durchführbar, sauberer und im Falle einer Undichtigkeit verursachen wir keinen Wasserschaden im Erdreich. Die DIN EN 1610 lässt beide Verfahren als gleichwertig zu.
Fällt der Druck zu stark ab, gilt die Leitung als undicht. In diesem Fall führen wir eine TV-Inspektion oder Muffenprüfung durch, um das Leck exakt zu orten (Leckageortung). Anschließend bieten wir Ihnen ein grabenloses Sanierungskonzept an.
Ja. Unser Prüfprotokoll ist ein offizielles Dokument mit Messkurven, das von Bauämtern, Umweltbehörden und Gebäudeversicherungen als Nachweis der fachgerechten Ausführung und Dichtheit voll anerkannt wird.
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