Ein Prüfbericht fehlt oder der Test war negativ?
Ob Neubau, Sanierung oder Bestandsanlage: Zuerst müssen Prüfobjekt, Anlass und Anforderungen feststehen. DIN EN 1610 beschreibt die Verlegung und Prüfung von Abwasserleitungen und -kanälen; für andere Anlagen können zusätzliche oder andere Regeln gelten.
Wir legen den geeigneten Prüfabschnitt und das Verfahren fest. Bei einem negativen Ergebnis wird der Befund eingegrenzt, etwa durch TV‒Inspektion oder die gezielte Prüfung einzelner Verbindungen. Eine Dichtheitsprüfung allein lokalisiert nicht jede Leckage.
Das Prüfverfahren passend zum Objekt wählen
Haltungsprüfung mit Luft oder Wasser
Prüfung eines abgegrenzten Leitungsabschnitts nach dem vereinbarten Standard. Prüfmedium, Druck und Prüfdauer richten sich nach dem Objekt und dem gewählten Verfahren.
Schächte und weitere Prüfobjekte
Bei Schächten und Behältern klären wir zuerst den jeweils erforderlichen Prüfstandard. Je nach Objekt wird beispielsweise der Wasserverlust über eine definierte Prüfzeit erfasst.
Muffenprüfung und Schadenssuche
Einzelne Rohrverbindungen können gezielt untersucht werden. Zusammen mit der TV-Inspektion hilft dies, den Sanierungsbedarf einzugrenzen und passende nächste Schritte festzulegen.
Was vor der Dichtheitsprüfung geklärt wird
Prüfmedium
Je nach Prüfobjekt und Standard: Luft oder Wasser mit den dazugehörigen Prüfbedingungen.
Prüfanlass
Abnahme oder Sanierungskontrolle; Bestandsprüfung nach den für die Anlage geltenden Anforderungen.
Prüfobjekt
Abwasserleitungen und Schächte; bei anderen Anlagen wird der passende Standard gesondert geklärt.
Messung
Erfassung der Prüfdaten mit geeigneter Messtechnik und Dokumentation der maßgeblichen Bedingungen.
Dokumentation
Prüfbedingungen, Messwerte und Ergebnis im Prüfprotokoll als nachvollziehbare Grundlage für die weitere Bewertung.
So läuft die normgerechte Dichtheitsprüfung ab
Fachbetriebsnachweis und Qualifikation
JL Environment Protection GmbH ist durch TÜV NORD Systems als Fachbetrieb nach § 62 AwSV zertifiziert. Der öffentlich einsehbare Nachweis gilt bis Juni 2027 für die dort aufgeführten Tätigkeiten.
Dazu gehören die Instandsetzung von Abscheideranlagen sowie bestimmte Beschichtungs‒ und Fugenabdichtungsarbeiten. Jürgen Lippek ist Geprüfter Meister für Rohr‒, Kanal‒ und Industrieservice. Weitere Verfahrensnachweise werden passend zum Auftrag berücksichtigt.
Für Anlagen im Ruhrgebiet und in NRW
Anforderungen vor dem Einsatz klären.
Zugänge, Betriebsabläufe und Sicherheitsvorgaben werden für den jeweiligen Standort abgestimmt. Arbeiten in explosionsgefährdeten Bereichen benötigen die Freigabe des Auftraggebers.
Häufige Fragen zu Ihrem Auftrag
Bei Neubau und Sanierung wird der erforderliche Nachweis anhand des Prüfobjekts und der Vorgaben geklärt. Bei Bestandsanlagen bestimmen unter anderem Nutzung, Standort und behördliche Anforderungen den Prüfumfang. DIN EN 1610 ist nicht pauschal der Prüfstandard für jeden Behälter oder jede Abwasseranlage.
Das passende Verfahren wird nach Objekt und Prüfstandard festgelegt. Bei Abwasserleitungen kommt beispielsweise Luft oder Wasser infrage. Prüfbedingungen und Auswertung müssen zum gewählten Verfahren passen; eine generelle Empfehlung ist ohne Kenntnis der Anlage nicht sinnvoll.
Der Befund wird dokumentiert und anschließend eingegrenzt. Je nach Zugänglichkeit und Schadensbild können TV-Inspektion oder einzelne Muffenprüfungen folgen. Erst auf dieser Grundlage wird ein passendes Sanierungskonzept erstellt; der Test allein zeigt nicht automatisch den genauen Ort jeder Undichtigkeit.
Der Bericht dokumentiert Prüfbedingungen, Messwerte und Ergebnis. Ob er für einen bestimmten Nachweis ausreicht, richtet sich nach den Anforderungen der zuständigen Stelle beziehungsweise dem Versicherungsvertrag. Wir klären den benötigten Umfang vor dem Einsatz; eine universelle Anerkennung wird nicht zugesagt.